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Ehrlichiose ist eine bakterielle Erkrankung. Hunde können sich mit verschiedenen
Erreger dieser Gruppe anstecken. Die häufigste Infektion ist die Ehrlichia
canis, auch bekannt als „Tropical Canine Pancytopenia“. Dieser Erreger gehört
zu den Rickettsien, das sind kleine intrazelluläre Bakterien die über Zecken an
den Hund übertragen werden.
Früher beschrieb man diese Erkrankung als Eine, die "lediglich" Hunde, Schafe,
Rinder und Kühe betraf. Heute weiß man das die Ehrlichiose auch andere Tiere
befallen kann z.B. das Pferd und auch den Menschen.
Es ist davon aus zu gehen das Ehrlichien sich auch bei niedrigen wie auch bei
hohen Temperaturen vermehren. Eine Ausbreitung in Deutschland ähnlich wie die
Borreliose ist daher nicht mehr zu vermeiden. Das Ansteckungsrisiko steigt
mit der Zeckenpopularität.
Inkubationszeit
1-3 Wochen nach der Infektion. Die akute Erkrankung kann 2-4 Wochen andauern.
Danach müssen wir zwei Verläufe unterscheiden. Die subklinische Phase und
die chronische Phase!
Nach der akuten Phase kann eine subklinische Phase auftreten die ohne
Symptome verlaufen kann und/oder in eine chronische Phase übergehen kann
was den überwiegenden Verlauf in der Literatur beschreibt!
Klinische Symptome
Akute Phase:
- Fieber
- Schlechter Appetit
- Gewichtsverlust
- Erhöhte Blutungstendenzen aus den Körperöffnungen, oder punktuell in
der Haut oder in den Schleimhäuten
Chronische Phase - Diese Symptome werden meistens durch die Immunabwehr hervorgerufen:
- Blasse Schleimhäute
- Leber- Milz und Lymphknotenschwellung
- Blutungsneigung
- Gangschwierigkeiten (Steifheit)
- Nervensymptome bis hin zu Krampfanfällen
- Entzündung des Augenhintergrundes
Diagnose
Frühestens nach 10 Tagen der Infektion mit einer Blutuntersuchung.
Der direkte Nachweis der Ehrlichien ist schwierig. Ein Nachweis von Erreger
Erbgut ist durch eine PCR an den weißen Blutkörperchen möglich.
Therapie/ Prognose
Die Therapie ist häufig erfolgreich, es gelingt jedoch meistens nicht, die
Erreger aus dem Körper zu eliminieren. Dies hat zur Folge, das der Antikörper-Titer
lebenslänglich positiv bleibt, obwohl der Patient eigentlich gesund ist.
- 1-8 wöchige Antibiotikagabe (z.B. Doxycyclin)
- 1-2 malige Gabe von speziellen Injektionen (z.B. IMIZOL)
Die Schwere der Erkrankung wird bestimmt von welchem Ehrlichien Stamm die
Infektion aus geht und der Immunabwehr des Hundes!
Cave
Ehrlichiose positiv getestete Hunde sollten auf jeden Fall behandelt werden,
auch wenn KEINE Symptome vorhanden sind, da infizierte Hunde meist nach der
subklinischen Phase in die chronische Phase übergehen.
Prophylaxe
Ein exzellenter Zeckenschutz z.B. Frontline, Expot oder Advantix (Advantage und
Stronghold wirken nicht gegen Zecken)
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