|
|
Wir freuen uns, dass Sie es in Erwägung ziehen, ein Tier aus dem Tierheim SARA auf Lanzarote, Spanien, in Ihren Haushalt aufzunehmen.
Bitte nehmen Sie sich fünfzehn Minuten Zeit und lesen Sie aufmerksam diese Informationen und ganz besonders unsere
FAQ-Liste mit den Antworten auf die häufigsten Fragen. Sie erleichtern uns und Ihnen damit das persönliches Vermittlungsgespräch.
Vielen Dank!
|
|
Sicherlich sind Sie schon gefragt worden, oder fragen sich selbst, warum es ein Tier aus dem Ausland sein muss, wo doch unsere
deutschen Tierheime so voll sind. Wir begrüßen es, wenn Sie vor unserem Erstkontakt in einem deutschen Tierheim waren, sich umgesehen
haben und dann feststellen mussten, dass kein geeigneter Kandidat dabei war. Das ist der ideale Weg warum Sie zu uns gekommen sind und
nicht, weil Ihnen der Kaufpreis beim Züchter zu hoch war. Wir warnen auch ausdrücklich vor dem dubiosen Handel mit Hunde- und
Katzenwelpen auf Wochenmärkten im benachbarten Ausland!
|
Auf Lanzarote gibt es neben dem privaten Tierheim SARA noch so genannte Perreras, fünf an der Zahl. Dort werden die Tiere ohne
Rücksicht auf Alter, Geschlecht und Vermittlungschancen nach 21 Tagen euthanasiert, oder auf Deutsch gesagt - getötet. Das
gibt es in Deutschland nicht! Selbstverständlich werden auch bei uns rund um das ganze Jahr Kastrationskampagnen gefahren, um
die Flut der ungewollten Tiere einzudämmen. Nur leider haben die Spanier eine ganz andere Einstellung zu den Tieren. Eine Hündin
hat ständig zu werfen, eine Kastration ist wider der Natur, dann bringt man lieber den ungewollten Nachwuchs um, bzw. setzt sein
Tier auf die Straße, um es loszuwerden. Ab hier sind wir Tierschützer aus Deutschland gefragt, wir tun alles um diesen “überflüssigen“
Tieren doch noch ein gemütliches und liebevolles Heim zu verschaffen. Diese Tiere sind nun mal auf der Welt und haben das Recht auf
ein würdevolles Leben. Deshalb gibt es Canarian Animals in Need e.V. und deshalb holen wir die Tiere nach Deutschland. So gibt es
tausende schöne und treue Tiere, es muss kein Tier dem aktuellen Trend folgend “produziert“ werden.
|
|
Häufig gestellte Fragen und Antworten – FAQ
1. Wie geht eine Vermittlung nun los?
2. Kann ich mir jedes Tier aussuchen?
3. Kann ich mir das Tier vorher ansehen?
4. Kann ich ein Tier zur Probe aufnehmen?
5. Wie kann ich mit Ihnen Kontakt aufnehmen?
6. Werde ich von CAIN e.V. regelrecht kontrolliert und überwacht?
7. Wann haben Sie geöffnet?
8. Wie wird die Übergabe geregelt?
9. Wieso wird eine Schutzgebühr erhoben und wie hoch ist diese?
10. Kann ich die Schutzgebühr in Raten zahlen?
11. Wer kommt in Zukunft für etwaige Behandlungs- und Impfkosten auf?
12. Wem gehört das Tier nach der Vermittlung und Übernahme?
13. Wie lange muss ich auf mein Tier warten?
14. Ist mein Tier gesund?
15. Wie hat mein Tier vorher gelebt?
16. Wie bereite ich mich auf das neue Familienmitglied vor?
17. Welche Überraschungen können auf mich zukommen?
18. Wenn bereits Tiere im Haushalt leben ...
19. Was passiert, wenn es trotz großer Bemühungen nicht klappt?
Diese Liste können sie hier als Word-Dokument herunterladen.
Diese Liste können sie hier als PDF-Dokument herunterladen.
Selbstauskunftsbogen als Word-Dokument zum direkten Ausfüllen und Abspeichern.
Selbstauskunftsbogen als PDF-Dokument zum Ausfüllen per Hand.
1. Wie geht eine Vermittlung nun los?
Sie melden sich bei uns und benennen das Tier, für das Sie sich interessieren. Wir klären offene Fragen zum Tier tagesaktuell mit dem
Tierheim ab und tauschen unsere Informationen aus. Sie erzählen uns, wie das Tier bei Ihnen leben wird, welche Aktivitäten Sie mit dem
Tier unternehmen möchten, wie lange Sie berufstätig sind und weitere wichtige Angaben. Wenn soweit alles perfekt ist, werden wir soweit
möglich ein persönliches Gespräch führen. Ein Selbstauskunftsbogen ist noch auszufüllen und unter Umständen führen wir auch ein Gespräch
mit einem ansässigen Tierschutzverein oder der Haustierarzt kann uns Auskünfte geben.
2. Kann ich mir jedes Tier aussuchen?
Grundsätzlich ja, doch sollte das von Ihnen ausgesuchte Tier nicht zu Ihnen passen, werden weder Sie, noch das Tier glücklich zusammen,
und wir werden aus diesem Grund eine Vermittlung ablehnen. Es ergibt keinen Sinn auf Biegen und Brechen ein Tier zu vermitteln, das
mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder abgegeben wird. Diese Entscheidung sollten Sie zum Wohle des Tieres akzeptieren auch wenn es
schwer fallen wird. Nein, wir sind nicht froh, wenn wir Tiere “loswerden“, sondern wir wünschen uns glückliche Seelen auf beiden Seiten.
3. Kann ich mir das Tier vorher ansehen?
Dies ist leider kaum möglich, da sich alle Tiere im Tierheim SARA auf Lanzarote, Kanarische Inseln, Spanien befinden. Sofern Sie
Ihren Urlaub auf Lanzarote planen, können Sie natürlich auch gerne das Tierheim und ihr Wunschtier vor Ort besuchen.
4. Kann ich ein Tier zur Probe aufnehmen?
Nein, Tiere sind keine Handelsware, die man mal eben testet. Tiere sind Geschöpfe mit Gefühl und Seele und es wäre eine Qual,
wenn diese ständig durch mehrere Hände gereicht würden.
5. Wie kann ich mit Ihnen Kontakt aufnehmen?
Sie finden bei jeder Vermittlungsanzeige einen zuständigen Ansprechpartner mit eMail-Adresse und Rufnummer. Alle ehrenamtlichen
Vermittler sind berufstätig und zum Teil auch im Schichtdienst tätig, daher bitten wir um Ihr Verständnis, dass eine ständige
Erreichbarkeit nicht gewährleistet werden kann. Hinterlassen oder übermitteln Sie uns daher eine Festnetzrufnummer und wir rufen
Sie dann zurück. Sofern Sie keine Festnetzrufnummer haben, bitten wir darum, dass Sie später nochmals anrufen, da wir kein
finanzielles Polster haben um teure Telefonate im Mobilfunkbereich zu führen. Die Vermittler erhalten keinerlei
Aufwandsentschädigung für entstandene Kosten.
6. Werde ich von CAIN e.V. regelrecht kontrolliert und überwacht?
Nein, aber wir wollen und müssen sicher gehen, dass die leidgeprüften Tiere in gute, zuverlässige Hände kommen. Die Erfahrung
der Vergangenheit zeigte leider viel zu oft, dass die Angaben im Selbstauskunftsbogen nicht der Wahrheit entsprachen und die
Tiere dann vom Regen in die Traufe gelangt wären. Daher werden wir mit Ihnen ein Gespräch führen und entweder selbst oder
durch befreundete Organisation eine sog. Vorkontrolle bei Ihnen Zuhause durchführen. Dabei geht es uns nicht um die Schönheit
Ihrer Wohnung, sondern um die Möglichkeit einer tier- und artgerechten Haltung. So wäre zum Beispiel eine 2 Zimmerwohnung im
4. Stock einer Innenstadtwohnung ein Ausschlusskriterium für die Haltung eines Schäferhundes. Sofern wir auch in Zukunft von
Ihnen ab und zu Informationen und evtl. Bilder von Ihrem Tier erhalten, sind wir damit sehr zufrieden. Andernfalls werden
wir dann nachfragen und ggfs. eine Nachkontrolle durchführen.
7. Wann haben Sie geöffnet?
Wir sind ein Tierschutzverein ohne eigenes Tierheim und ohne Vereinsheim. Daher verfügen wir auch nicht über regelmäßige
Öffnungszeiten. Selbstverständlich ist aber auch ein persönliches Gespräch nach vorheriger Terminabsprache möglich.
8. Wie wird die Übergabe geregelt?
Wir schließen mit Ihnen einen Vermittlungsvertrag ab, Sie entrichten die Schutzgebühr und wir reservieren das entsprechende
Tier im Tierheim, das dann auf den Ausflug vorbereitet wird. Die Tiere sind meistens schon komplett durchgeimpft und soweit
ausreisefertig. Eventuell muss es noch kastriert werden, dann haben wir noch eine Wartezeit von 10-14 Tagen. In dieser Zeit
suchen wir Flugpaten, die an einen heimatnahen Flughafen fliegen und dort müsste das Tier dann abgeholt werden. Ein ganz
einfaches Procedere, das wir Ihnen natürlich genauestens erklären werden.
9. Wieso wird eine Schutzgebühr erhoben und wie hoch ist diese?
Durch die Schutzgebühr verhindern wir zum einen, dass ein Handel mit unseren Tieren betrieben wird und zum anderen deckt
diese einen Teil der gesamten, bisherigen Kosten für die kompletten Impfungen, die Entwurmung, das Chippen, die
Kastration und der Flugkosten ab. Die ganzen Kosten können mit der Schutzgebühr nicht abgedeckt werden, aber einen
Teil braucht das Tierheim zurück. Nicht CAIN e.V. erhält die Schutzgebühr, sondern wir leiten diese an das Tierheim
weiter. Die Schutzgebühr beträgt zur Zeit 260,00 € für einen Hund und 130,00 € für eine Katze, incl. aller Kosten und
Behandlungen, die das Tier bis dahin erhalten hat. Die Schutzgebühr ist bei Vertragsabschluss in voller Höhe zu entrichten.
Für reinrassige Katzen wie Siam- oder Perserkatzen ist eine Schutzgebühr in Höhe von 190,00 € incl. Fluggebühren zu entrichten.
10. Kann ich die Schutzgebühr in Raten zahlen?
Nein, dies ist nicht möglich. In diesem Fall müssen wir dann leider davon ausgehen, dass es Ihre finanzielle Lage auch
nicht erlaubt Futter-, Versicherungs- und evtl. Behandlungs-, bzw. Impfkosten zu tragen.
11. Wer kommt in Zukunft für etwaige Behandlungs- und Impfkosten auf?
Sie als Halter tragen nach Übergabe des Tieres alle Kosten für Fütterung, Versicherung und den Tierarzt. In ganz speziellen
Einzelfällen erstattet CAIN e.V. Behandlungskosten für schwer vermittelbare und erkrankte Tiere. Dies sind absolute
Einzelfälle und nicht die Regel.
12. Wem gehört das Tier nach der Vermittlung und Übernahme?
Sie übernehmen nahezu alle Rechte und Pflichten für das Tier, allerdings verbunden mit einem Veräußerungsverbot.
Dies bedeutet, Sie dürfen das Tier nicht an andere Personen oder Einrichtungen weitergeben oder gar verkaufen. Wir
werden Sie gerne weiterhin beraten und stehen Ihnen für alle Fragen auch in Zukunft zur Verfügung. Wir behalten uns
auch das Recht vor, das Tier in unregelmäßigen Abständen in Augenschein zu nehmen.
13. Wie lange muss ich auf mein Tier warten?
Wir bemühen uns Flugpaten zu finden, die am nahest gelegenen Flughafen Ihres Wohnortes ankommen. Wir schicken also keine
Hamburger nach München, um das Tier dort abzuholen. Ein bisschen ist es abhängig von der Jahreszeit. Als Faustregel gilt,
während der allgemein üblichen Urlaubszeit haben wir viele Flugpaten. Außerhalb der Urlaubszeit kann es auch zu Wartezeiten
bis zu 4 Wochen kommen. Wir wissen meist im Vorfeld nicht, welche Flugpaten zum Ausreisetermin zur Verfügung stehen und
können hier leider keinen konkreten Zeitraum nennen. Wir haben schon Tiere innerhalb eines Tages ausfliegen lassen können
und manchmal mussten die neuen Besitzer einige Zeit warten. Wir können Ihnen einen Ausflugtermin bekannt geben, wenn wir
bereits Flugpaten zur Verfügung haben.
14. Ist mein Tier gesund?
Wir legen allergrößten Wert darauf, Ihnen gesunde Tiere zu vermitteln. Die Tiere werden im Tierheim alle geimpft, gechippt und
altersentsprechend kastriert. Vor Ausflug schaut sich unsere Tierärztin die Tiere nochmals an. Die Pfleger sind angehalten,
eventuelles Missbefinden der Tiere der Tierärztin zu melden und trotzdem kommt es vor, dass mal was übersehen wird. Bei der
ständigen Überfüllung im Tierheim, den mehr wie knappen Arbeitszeiten und dem wenigen Personal, ist dies schon mal möglich.
In Deutschland hätte ein Tierheim dieser Größenordnung das 5-fache an Personal. Möglich sind nach Ankunft des Tieres Durchfälle
aufgrund des Reisestresses, der veränderten Nahrung, der neuen Umwelt mit denen das Tier nun zu tun hat. Der Durchfall sollte
nach 2-3 Tagen wieder weg sein, ansonsten sollte ein Tierarzt konsultiert werden, der mit den richtigen Medikamenten das Problem
schnell im Griff hat. Manchmal kommt es vor, dass sich Tiere auf der langen Reise im Flieger erkälten. Im Frachtraum herrschen
kühle Temperaturen und das Tier liegt über Stunden ganz still in seiner Box.
Zu den Mittelmeererkrankungen haben wir auf unserer Homepage eine eigene Seite eingerichtet, die alle Ihre Fragen beantworten
wird und wir bitten Sie, sich diese aufmerksam durchzulesen.
15. Wie hat mein Tier vorher gelebt?
Wie auch in Deutschland oft üblich, so flunkern uns auch die Spanier oft was vor, gerade was den Abgabegrund betrifft. Auch hier
wird oft ein Umzug oder sogar ein Wegzug als Grund angegeben. Auch bei der Haltung können wir natürlich die gemachten Angaben nicht
überprüfen.
Der größte Teil der Tiere kommt allerdings als Fundtiere in unser Tierheim. Hier müssen wir selber herausfinden, wie alt
das Tier ist, wie umgänglich es ist und eventuell welche Ängste das Tier hat. Meistens sind es Mischlinge, die in unser
Tierheim kommen und wir können nicht konkret sagen, welche Rassen mit im Spiel waren. Auch wissen wir nicht, ob das Tier
Auto fahren mag, wie lange es alleine bleiben kann und Kunststücke können unsere Tiere auch kaum.
16. Wie bereite ich mich auf das neue Familienmitglied vor?
Wenn Sie berufstätig sind, sollten sie auf jeden Fall 1-2 Wochen Urlaub nehmen, damit das Tier nicht sofort alleine bleiben
muss und Sie zusammen eine Zeit der Eingewöhnung haben. Es sollte ein ruhiger und gemütlicher Schlafplatz zur Verfügung stehen
und 2 Näpfe für Wasser und Futter. Natürlich ein Halsband (keine Stachelhalsbänder oder sonstige Folterwerkzeuge), besser wäre
ein Geschirr, eine Leine für den Hund, sowie ein gutes Trockenfutter. Leckerlies können Sie schon mit an den Flughafen nehmen,
das wird das Tier freuen und mit Leckerlies können Sie erwünschte Handlungen vom Tier positiv bestärken.
Etwas Spielzeug sollte zur Verfügung stehen, nur bitte keine Socken o.ä. weil das Tier nicht unterscheiden kann, welche Socken
es fleddern darf und welche nicht. Sind Kinder mit im Haushalt müssen diese auf jeden Fall beachten, dass das Tier in aller
Ruhe fressen, trinken und schlafen darf, ohne gestört zu werden. Dieses Recht hat jedes Tier und Eltern müssen dafür sorgen,
dass diese Tierrechte eingehalten werden. Auch muss sich ein Tier keine Schmerzen zufügen lassen. Bitte bereiten Sie auch Ihre
Kinder auf das neue Familienmitglied vor.
17. Welche Überraschungen können auf mich zukommen?
Die Sauberkeit muss ganz bestimmt anfänglich neu trainiert werden. Im Tierheim mussten die Tiere im Zwinger “laufen lassen“,
dass das nicht im Wohnzimmer passieren sollte, muss das Tier erneut lernen. Dies geht in aller Regel sehr schnell und manche Tiere
sind von Anfang an sauber, nur garantieren können wir es nicht. Die teure “Mingh-Vase“ empfehlen wir in der Anfangszeit an einen
sicheren Ort zu stellen auch die “Prada-Schuhe“ sollten nicht unbeaufsichtigt herum stehen. Gehen Sie mit den Augen eines Tieres
durch die Wohnung und in Schnauzenhöhe sollte nichts mehr stehen, was Ihnen lieb und teuer ist. Zumindest für die Anfangszeit.
Bitte leinen Sie das Tier in den ersten 6 Wochen nicht ab, bis eine Bindung zu Ihnen entstanden ist und Sie sicher sein können,
dass Ihr Tier sich nicht weit von Ihnen entfernt und immer abrufbar ist.
Ihr Tier wird sich in seinem neuen Zuhause weiter entwickeln und aus einem schüchternen Tier kann sich manchmal ein ganz
selbstbewusstes Wesen entwickeln. Hier sind Sie als Halter gefragt, ihr Tier wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Wir
empfehlen bei Hunden auf jeden Fall den Besuch einer guten Hundeschule, die gewaltfrei verschiedene Erziehungsmethoden vorstellt
und Ihnen zeigt, wie diese umzusetzen sind. Gibt es häusliche Probleme mit dem Tier, sollte unbedingt ein Hundetrainer zu Ihnen
nach Hause kommen um Ihnen Vorschläge und Lösungen aufzuzeigen.
Sie müssen bereit sein, dem Tier ausreichend Eingewöhnungszeit zu geben, Sie müssen viel Liebe und Geduld mitbringen, bis das
gemeinsame Leben reibungslos verläuft. Dies kann durchaus 1 bis 2 Jahre dauern und hat nichts damit zu tun, dass das Tier aus
Spanien kommt. Dieser Prozess dauert einfach so lange, fragen Sie Ihren Hundetrainer.
18. Wenn bereits Tiere im Haushalt leben ...
... müssen wir gemeinsam sehr sorgfältig das neue Tier aussuchen, denn die Tiere sollen sich verstehen. Trotzdem braucht es eine
Anlaufzeit, bis sich die Tiere untereinander verständigt haben. Wir empfehlen auf jeden Fall anfänglich getrennt zu füttern, damit
kein Futterneid entsteht. Seien Sie auch vorsichtig mit herumliegendem Spielzeug. Hunde sind auf dem geistigen Stand von 3-jährigen
Kindern und wollen gerne genau das haben, was der andere Hund gerade hat. Das alles muss sich erst einspielen und Sie lernen schnell
wie das neue Familienmitglied auf verschiedene Situationen reagiert. Wir werden oft gefragt, ob sich die Tiere denn auf Anhieb
verstehen würden? Wir können Ihnen nur sagen, wie sich der Hund oder die Katze bisher verhalten haben. Sie selbst müssen einschätzen,
wie die Tiere die bereits bei Ihnen leben, auf fremde Artgenossen Im Haus reagieren. Freuen sie sich oder lehnen sie diese ab?
Die erste Zusammenführung empfehlen wir außerhalb des eigenen Territoriums, das klappt meistens ganz wunderbar. Bitte machen Sie
dies, wenn es noch hell ist, um nicht eventuelle Beschützerinstinkte beim Hund zu wecken. Notfalls warten Sie bis zum nächsten Tag.
Wenn sich die Hunde ausreichend kennen gelernt haben, kann zusammen ins Haus gegangen werden. Der Ersthund sollte nicht zu kurz
kommen mit Streicheleinheiten etc, damit keine Eifersucht wächst. Behandeln Sie den Ersthund eher bevorzugt, dann steht einer positiven
weiteren Entwicklung nichts mehr im Wege.
Seien Sie liebevoll, aber absolut konsequent in der Hundeerziehung. Ein Hund braucht klare Regeln und Grenzen, um sich wohl zu fühlen.
Ein geregelter gleichmäßiger Tagesablauf mit immer wiederkehrenden Handlungen bringt jedem Tier Sicherheit und Geborgenheit. Tadeln
Sie einen Hund sofort oder nie, dann wird er Sie verstehen. Erwünschte Handlungen sollten positiv bestärkt werden mit Lob,
Streicheleinheiten und / oder Leckerlies.
19. Was passiert, wenn es trotz großer Bemühungen nicht klappt?
Wir erwarten schon, dass Sie nicht bei dem ersten Malheur das Handtuch schmeissen und sich auch wirklich bemühen positiv auf das
Tier einzuwirken. Es braucht seine Zeit, bis sich Mensch und Tier arrangiert haben. Sechs bis acht Wochen Eingewöhnungsphase
müssen Sie einkalkulieren und diese Zeit kann auch sehr anstrengend für alle Beteiligte werden. Sollte es dennoch zu der Entscheidung
kommen, das Tier wieder abzugeben, brauchen wir als Tierschutzverein zunächst Eines, … nämlich Zeit. Wir brauchen Zeit um eine
Pflegestelle oder noch besser, eine neue Endstelle zu finden. Ein angeschlossenes Tierheim haben wir in Deutschland nicht und manchmal
dauert es etwas, bis eine geeignete Lösung gefunden ist, aber wir finden sie.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Für weitere und konkrete Fragen zu einer Vermittlung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung
Ihr Team von Canarian Animals In Need e.V.
|
Wer Tiere quält, ist unbeseelt, und Gottes guter Geist ihm fehlt. Mag noch so
vornehm drein er schauen, man sollte niemals ihm vertrauen.
Johann Wolfgang von Goethe
|
|